News vom 01.07.2021

Mehr Strom und weniger Emissionen „from Waste“

Künstliche Intelligenz im Kraftwerksbetrieb

Düsseldorf. Im „Projekt des Monats Juli“ stellt die EnergieAgentur.NRW auf ihrer Internetseite den Einsatz „Künstlicher Intelligenz“ bei der Steuerung von Kraftwerksprozessen vor. Dabei sorgt die KI dafür, dass die Energieausbeute höher ausfällt – und gleichzeitig die Emission klimaschädlicher Treibhausgase reduziert wird. Das Projekt ist online zu finden unter: www.energieagentur.nrw/projekte-des-monats.

Wenn wir den Begriff „Künstliche Intelligenz“ (KI) hören, denken wir an selbstfahrende Autos oder auch an Smart Factories, in denen autonome Roboter Hand in Hand mit dem Menschen arbeiten. Ein Team von AI@Operations bei Uniper Technologies (UTG) programmierte jetzt erstmalig eine KI, die zur Steuerung von Energy from Waste (EfW) eingesetzt wird.

Das Team der AI@Operations verwendet künstliche neuronale Netze (ANNs), um zu verstehen, wie der jeweilige Prozess im Kraftwerk funktioniert – vom Abfallinput bis zum Energieoutput. Das erste Projekt war sehr spezifisch: in einem Müllheizkraftwerk gab es Probleme mit der Sensorik, der Regelbarkeit und der Luftverteilung im Müllkessel. Da das KI-Tool in der Lage ist, enorme Komplexitäten zu bewältigen, lernte es den gesamten Prozess der Anlage kennen. Als ins DCS integriertes System optimiert es nun ständig die Verbrennung im Kessel, rund um die Uhr.

Der Einsatz der KI führte zu einer 10-prozentigen Steigerung der Energieerzeugung und des Abfalldurchsatzes in der Anlage. Außerdem konnten die O2-Werte um 30 Prozent gesenkt, die CO-Emissionen verringert und die Nutzung von Verbrauchsmaterialien wie Öl reduziert werden.

Das Projekt wird ausführlich vorgestellt unter:
www.energieagentur.nrw/projekte-des-monats

Weitere Informationen
Marvin Klejdzinski
EnergieAgentur.NRW
Tel.: 0211 86642247
klejdzinski@EnergieAgentur.NRW