News vom 16.03.2018

Neue Fernwärmeverbindungsleitung DU-Homberg-DU-Rheinhausen

Die Fernwärmeverbindungsleitung ist ein zentraler Baustein der neuen Erzeugungsstrategie der Stadtwerke Duisburg.Foto: Stadtwerke Duisburg AG

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Foto: Stadtwerke Duisburg AG

Bedeutende Maßnahme zum Klimaschutz in Duisburg
Bislang wurden Fernwärme-Kunden in Duisburg aus zwei unabhängig voneinander existierenden Netzen versorgt: Wer im Zentrum und im Süden der Stadt sowie in Rheinhausen Fernwärme bezog, erhielt diese aus den Heizkraftwerken der Stadtwerke Duisburg. Der Duisburger Norden und Homberg werden über die Fernwärmeschiene Niederrhein versorgt, die sich zwischen Moers, Duisburg-Walsum und Dinslaken bis nach Voerde erstreckt. Nun erfolgt der Anschluss der Netze in Duisburg-Mitte, -Süd und -Rheinhausen über eine neue, sechs Kilometer lange Trasse an die Fernwärmeschiene Niederrhein durch den Fernwärmeverbund Duisburg / Dinslaken GmbH & Co. KG (FVN).

Wärme aus industrieller Abwärme, Biomasse-Heizkraftwerken und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen
Die neue Fernwärmeverbindung ist eines der aktuell bedeutendsten Maßnahmen zum Klimaschutz in Duisburg. Sie erhöht die Flexibilität auf der Erzeugungsseite und wird nicht nur die wirtschaftliche Effektivität und die ökologische Bilanz der Fernwärmeversorgung in Duisburg weiter verbessern, mit ihr kann auch das Potential der Wärme-Erzeugungsanlagen entlang der Fernwärmeschiene Niederrhein künftig noch besser ausgenutzt werden. Über die Fernwärmeschiene Niederrhein wird umweltschonende Wärme transportiert. Sie stammt aus industrieller Abwärme, Biomasse-Heizkraftwerken und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Das durch den Anschluss des Duisburger Netzes erhöhte Nutzungspotential  der industriellen Abwärme ermöglicht im Betrachtungszeitraum 2017 - 2035 eine Einsparung von rund 166.600 Tonnen CO2.

Die Wärme, die aus der Fernwärmeschiene Niederhein in Richtung Duisburg über die neue Leitung transportiert wird, stammt zu wesentlichen Teilen aus industrieller Abwärme. Gerade im Sommer und in der Übergangszeit kann die Überschusswärme aus der Stahlindustrie nicht vollständig in den bestehenden Netzen genutzt werden. Insgesamt stammt die Wärme in der Fernwärmeverbundschiene Niederrhein bereits zu mehr als 50% aus rein regenrativen Quellen, wie Biomasse, Biogas oder inustrieller Überschusswärme.

Einsparungen von 166.600 t CO2 prognostiziert
Die Bauarbeiten zwischen dem Anschlusspunkt des Fernwärmeverbunds an der Bruchstraße in Duisburg-Homberg und der Übergabestation zum Duisburger Fernwärmenetz an der Margarethenstraße in Duisburg-Rheinhausen begannen am 18. November 2016. Im Sommer 2018 wird die Verbindungsleitung in Betrieb genommen. Sie besteht aus zwei einzelnen vollisolierten Rohrleitungen mit einem Innendurchmesser von 400 mm und einem Außendurchmesser von jeweils 630 mm. Mit der neuen Trasse können im Betrachtungszeitraum 2017 –  2035 ca. 166.600 t CO2 eingespart werden. Das entspricht einer jährlichen CO2-Einsparung von rd. 8.700 t/a. Die Kosten für diese CO2 -Einsparungen liegen weit unterhalb des Mittelwertes der Kosten für EEG geförderte Anlagen.